Stellvertreter sein

Es liegt mir am Herzen, im Besonderen auf die Rolle und das Potential von Stellvertreter- und Beobachterrollen einzugehen und auch die Frage zu stellen: Ist Stellvertreter sein nur ein Dienst für Andere?
Aus meiner tiefsten Überzeugung und aus dem Eigenerleben kann ich nur sagen: weit gefehlt.

In den Aufstellungen ist die Anderswelt, die seelische und göttliche Dimension vielfach sehr deutlich erlebbar. Gerade als Stellvertreter lässt es sich erleben, wie stark und lebendig die Verbindung mit dem großen, allgegenwärtigen Informationsfeld ist.
Aufstellungen begreifen ist wunderbar möglich in der Erfahrung und der Rolle des Stellvertreters und Beobachters.

Informationen zur Aufstellung und zum Aufstellungstag

Das jeweilige Anliegen, das eine Aufstellerin / ein Aufsteller mitbringt, wird nach der Aufstellung genannt. Warum erst danach und nicht schon davor? Alle Stellvertreter und Teilnehmer sollen möglichst frei und ganz bei sich sein können und dabei all das wahrnehmen, was im großen Feld der Informationen erfahrbar und erlebbar wird.

Es geht beim Aufstellen im Besonderen darum, möglichst viel an Informationen aus dem Raum des Wesentlichen wahrnehmen zu können. Dazu muss man weder hellsichtig noch hochsensitiv sein. Am Wichtigsten ist, möglichst unvoreingenommen zu sein und so der Aufmerksamkeit den größtmöglichen Raum zu geben. Denn grundsätzlich sind wir alle mit allem verbunden. Das ist die Basis für alles Leben, nicht nur für die Aufstellungen.

Um ganz im Raum anzukommen und ganz bei uns selbst anzukommen, habe ich im letzten Jahr zwei Meditationseinheiten in den Aufstellungstag integriert.
Zu Beginn des Aufstellungstages und nach der Mittagspause gehen wir jeweils in eine tiefe 15minütige Heildmeditation, bei der wir alle zusammen den Heil- und Segensraum kreieren und uns zusammen auf ein erhöhtes Frequenzlevel bringen. Zu Beginn des Aufstellungstages gibt es mit meiner Heiltrommel, ein schamanisches Reinigungsritual. Das wirkt wunderbar unterstützend, um aus möglichen Stress-Energien und all dem Einschränkendem austreten zu können.
So wird es möglich, die Verbindung zu der Anderswelt zu intensivieren.

Während wir uns im Alltag meist auf der rationalen, der Verstandesebene, des Funktionierens bewegen, und uns dabei entsprechend in der Beta-Wellen-Frequenz befinden, ändert sich das in den Aufstellungen grundlegend. Unser System begibt sich auf ein ganz anderes, gestärktes Energiefeld, wir vollziehen einen Frequenzwechsel und bewegen uns im Alpha-Modus. Damit einhergehend verändert sich unser Fokus, unsere Aufmerksamkeit und unsere Wahrnehmung. Weg aus der Welt des Äusseren, hin zu dem, was allumfassend in der Inneren Welt wesentlich ist.

Hintergrund

Bisher nicht Wahrnehmbares und Erfahrbares tritt in das Licht; teilt sich uns über Worte und Gefühle mit.

Die von den Stellvertretern ausgedrückten Dynamiken sind Botschaften der Seele.

Vielfach treten Dinge zutage, die im Zusammenhang mit Lebensthemen und / oder Krankheiten bisher im Verborgenen waren und deren Bedeutung unklar war. All das bisher Ungesehene, das Nichterkannte in eine neue Ordnung zu bringen, ermöglicht tiefgehende Heilung.

Aufstellungen wirken sich im ganzen System aus und damit bei allen Ahnen und mit dem Anliegen verbundenen Seelen und Wesenheiten.

Oftmals werden Stellvertreter:innen und Beobachter:innen während eines Aufstellungsseminares auf eigene Lebensthemen hingewiesen. Dies kann sich unterschiedlich äußern: entweder über eine Stellvertreterrolle, die ich als Teilnehmer:in übernehme, oder wenn mich eine Rolle, ein Schicksal emotional besonders anspricht.

Bei den Aufstellungstagen bewegen wir uns auf der Ebene der bedingungslosen Liebe. Wir bewegen uns auf der Herzens- und Seelenebene, dort wo es kein Bewerten und kein Verurteilen gibt. Was einzig zählt ist die uneingeschränkte Wahrnehmung in Respekt und Achtung vor dem, was sich uns im geschützten Raum zeigen darf.

Energien nehmen während der Aufstellungen Räume ein. Das ist als Beobachter:in, oder als Stellvertreter:in vielfach überdeutlich wahrzunehmen und zu spüren. Diese Energien wollen wahrgenommen werden, sich ausdrücken. Bemerkenswert sind die immer wieder wechselnden Dynamiken in den jeweiligen Aufstellungen. Auch, wie sich uns bisher Verborgenes zeigt und wie wir darauf hingewiesen werden, was endlich in das Licht treten möchte im Drängen nach Erlösung.

Das Einzige worum es als Stellvertreter:in und Beobachter:in geht, ist bereit zu sein, in lebendiger Verbindung zur Herzensebene und damit zu den seelischen Dimensionen. Halten wir den immens großen Heilungsraum auf Seelenebene offen, darf sich endlich das zeigen, was im Zusammenhang mit dem jeweiligen Anliegen gesehen werden möchte. Und genau über dieses sich zeigen, werden Heilungs- und Segenswege zum Wohle aller möglich.

Zellprägung und Zellgedächtnis

Zum Schluss, noch ein ganz wichtiger Hinweis:
mit jeder Minute, mit jeder Stunde und jedem Tag, wo wir uns mit der Welt des Unsichtbaren verbinden, stärken und kräftigen wir uns auf der Ebene des Wesentlichen. Wir informieren unsere Zellen, senden Botschaften nicht nur in unser allumfassendes Bewusstsein, sondern darüber hinaus in das Universum.
Zudem geschieht, ausgelöst durch die Zellinformation, eine Umprogrammierung. Oder anders gesagt, das was wir tun wirkt sich, bis hin zur überaus bedeutsamen Epigenetik und auf unser Immunsystem, stärkend, heilen und unterstützend aus.

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